Geometriebretter

 

Ursprünglich stammen Geometriebretter aus Großbritannien, seit einigen Jahrzehnten sind sie auch in Deutschland „heimisch“ und sehr beliebt geworden.

 

Mit diesem unkomplizierten und gleichzeitig effizienten Unterrichtsmaterial für das Fach Geometrie können geometrische Figuren und Formen mühelos „im Kleinen“ nachgestellt und so sehr gut erfasst und erforscht werden.

 

Geometriebretter gibt es in verschiedenen Formen:

Geometriebretter aus dem Montessori-Bereich bestehen komplett aus Holz, die Holzstifte werden von den Kindern beim Arbeiten selbst eingesetzt und den Geometriebrettern wieder entnommen.

Geometriebretter, die an Schulen verwendet werden, stammen entweder aus eigener Herstellung – dann bestehen die Stifte aus Nägeln, oder aus Kunststoff mit Kunststoffstiften. Geometriebretter lassen sich sehr gut übereinander stapeln sind ein sehr unkompliziertes Unterrichtsmaterial, das sich schnell aufbauen und schnell wieder aufräumen lässt!

 

Einsatz von Geometriebrettern

 

Grundsätzlich werden Geometriebretter im Schulunterricht ungefähr ab der 1. Klasse eingesetzt, im Bereich Montessori-Pädagogik aber arbeiten zum Beispiel auch schon 4-jährige Kinder gerne mit einfachen Geometriebrettern und einer einfachen Aufgabenstellung! Da Geometriebretter sehr einfache, jedoch auch sehr vielseitige Lernmaterialien sind, werden bis in die Sekundarstufe hinein, bis zur 7. Klasse erfolgreich eingesetzt – durch neue und komplexere Aufgabenstellungen kann mit Geometriebrettern in immer wieder neuen geometrischen Aufgabenbereichen und auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen gearbeitet werden!

 

Eine sehr schöne Idee, die Schwung und Lebendigkeit in den Schulalltag bringt ist das „lebendige Geometriebrett“, das besonders für jüngere Schüler ein Erlebnis ist: Eine Aufgabe wird zunächst an den herkömmlichen Geometriebrettern im Klassenzimmer ausgeführt, anschließend geht die Klasse in den Schulhof und stellt ein Geometriebrett nach. Jeder Schüler stellt einen „Stift“ dar und diesmal werden Seile verwendet, um die einzelnen Stifte miteinander zu einer geometrischen Figur zu verbinden. Im Idealfall steht dann noch jemand mit einem Fotoapparat in einiger Höhe im Schulgebäude und fotografiert das Gebilde auf dem Schulhof!

 

Lernziele mit Geometriebrettern

 

Was können Kinder und Jugendliche mit Hilfe von Geometriebrettern eigentlich genau lernen?

 

Zunächst zur Arbeitsform:

Vorteilhaft und vielseitig ist, dass mit Geometriebrettern sowohl einzeln, z. B. mit einer Vorgabe als Übungsblatt, als auch zu zweit – ein Schüler spannt eine Figur auf, der Partner verändert sie, oder in einer Gruppe gearbeitet werden kann – man kann Geometriebretter also auch im sozialen Kontext variabel einsetzen. Die Arbeit mit einem Geometriebrett erlaubt außerdem eine sehr kreative und erlebnisorientierte Lernweise.

 

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Lernziele

 

Allgemeine Lernziele

  - Die Verknüpfung von konkreten Handlungen (enaktive Ebene, durch Darstellung geometrischer Formen am Geometriebrett) mit bildlicher Darstellung (ikonische Ebene, durch Übertrag auf das Arbeitsblatt)

  - Förderung der visuellen Wahrnehmung

 

Mathematische Lernziele:

  - Kennenlernen von geometrischen Eigenschaften wie Symmetrie und Kongruenz

  - Begriffssprache der Geometrie: Raute, Winkel etc.

  - Umfang und Flächeninhalt geometrischer Formen

  - Längenverhältnisse und Brüche

  - Das Koordinatensystem

  - Geschlossene Figuren wie Dreiecke und nicht geschlossene Figuren wie Strecken

  - Einfache und nicht einfache Figuren (mit und ohne Kreuzungspunkte)

 

Wir wünschen viel Freude und Erfolg bei der Arbeit mit Geometriebrettern!